Hüftendoprothesen

Geschädigte Gelenkoberflächen des Hüftgelenks können durch verschiedene künstliche Komponenten ersetzt werden. Aufgrund der hohen Belastung des Gelenks erfährt der Gelenkersatz eine Vielzahl von Prüfverfahren. 
In den Prüfnormen ISO 7206-1 und ISO 7206-2 sind vorab die Grenzwerte für Oberflächen und Geometriedaten und geeignete Materialkombinationen definiert. Darüber hinaus legt die ISO 21535 den Bewegungsumfang des kompletten Hüftimplantates (Pfanne, Kugel und Schaft) fest. Im Dauerschwingversuch werden die dynamischen Belastungen des Hüftendoprothesenschaftes getestet. Mit der ISO 7206-4, ISO 7206-6 sowie ISO 7206-8 werden Prüfverfahren angewandt, die der Bestimmung der Langzeiteigenschaften von einzelnen Hüftgelenkprothesen-Komponenten dienen. Die ISO 7206-4 simuliert die Auswirkungen nach einer proximalen Lockerung. Über den Femurkopf der Hüftgelenkendoprothese erfolgt dabei die Ausübung von Biege- und Torsionsspannungen. Ergänzend dazu untersucht die ISO 7206-6 das Ermüdungsverhalten des Implantathalses.
Die Festigkeit der Gelenkkugel wird durch Einleitung einer axialen Kraft bis zum Bruch erfasst (ISO 7206-10). Für die Verschleißprüfung wird die Gleitpaarung des Hüftendoprothesensystems untersucht, wobei drei Bewegungsachsen sowie die anatomische Position genau definiert sind. Eine Anlehnung an das komplexe menschliche Gangbild ist dabei gegeben (ISO 14242). Die Prüfung erfolgt mit 2 – 5 Millionen Bewegungszyklen, dabei wird der Verschleiß der Komponenten sowie die Größenverteilung und Form der Abriebpartikel bestimmt.

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